Ich sitze vor einem wundervoll dampfenden Topf mit Nudeln. Neben mir steht eine Schüssel grünem Salat und vor mir, noch hinter meinem leeren Teller ist ein Topf mit Tomatensoße. Das wohl befriedigendste und zugleich einfachste Essen der Welt. Ich freue mich darauf, jetzt gleich, nach einem langen, anstrengenden Tag meinen Teller vollzuladen und es mir so richtig schmecken zu lassen.
Die Herbstsonne steht tief und scheint durch die Spitzengardinen meiner Oma,
bei der ich lebe herein. Sie illuminiert mein Abendessen perfekt und macht es
sogar noch ein bisschen schöner. Ein paar Staubteilchen tanzen mir um die Nase
und der Dampf meiner Nudeln steigt auf den Sonnenstrahlen zur Zimmerdecke.
Gerade ist die Oma hereingekommen, ebenfalls mit ihrem Abendessen, das sie allerdings nicht bei mir am Tisch, sondern lieber auf dem Couchtisch hinter mir einnehmen will. Sie will fernsehen. Mit einem Lächeln sehe ich hinaus und lasse mir die Spätsommersonne ins Gesicht scheinen. Ich genieße diese, meine liebste Tageszeit, wenn die untergehende Sonne einige Stunden lang alles in Gold taucht.
„Machst du bitte mal das Rollo zu?“, kommt da eine Stimme von hinten. Völlig verwundert und fast ein bisschen entsetzt gehe ich zu einem der vielen Fenster im Raum und lasse die Lamellen ratternd herabfallen. Dann setze ich mich wieder.
„Im Herbst scheint die Sonne immer so falsch!“, sagt sie dann. Ich muss lachen. „Was heißt denn falsch, Frau Karl?“, entgegne ich. „Nuja eben so komisch“, murmelt sie und lässt sich ins Sofa plumpsen, soweit es ihre 94 Jahre zulassen.
Gerade ist die Oma hereingekommen, ebenfalls mit ihrem Abendessen, das sie allerdings nicht bei mir am Tisch, sondern lieber auf dem Couchtisch hinter mir einnehmen will. Sie will fernsehen. Mit einem Lächeln sehe ich hinaus und lasse mir die Spätsommersonne ins Gesicht scheinen. Ich genieße diese, meine liebste Tageszeit, wenn die untergehende Sonne einige Stunden lang alles in Gold taucht.
„Machst du bitte mal das Rollo zu?“, kommt da eine Stimme von hinten. Völlig verwundert und fast ein bisschen entsetzt gehe ich zu einem der vielen Fenster im Raum und lasse die Lamellen ratternd herabfallen. Dann setze ich mich wieder.
„Im Herbst scheint die Sonne immer so falsch!“, sagt sie dann. Ich muss lachen. „Was heißt denn falsch, Frau Karl?“, entgegne ich. „Nuja eben so komisch“, murmelt sie und lässt sich ins Sofa plumpsen, soweit es ihre 94 Jahre zulassen.
Ich schmunzele noch ein bisschen vor mich hin und dann fällt
mir ein, dass es Gott bestimmt auch oft so mit uns geht. Wir finden es komisch,
mit dem Sex bis zur Ehe zu warten, wir finden es seltsam einen ganzen Tag in
der Woche nicht erreichbar zu sein, wir finden es komisch, uns eine
morgendliche Gewohnheit zuzulegen und anstatt die Tageszeitung beim Frühstück
in den Kaffee zu tunken, einfach einmal ein bisschen in der Bibel schmökern und
mit Gott reden, wir finden es komisch, wenn jemand bewusst aussucht, was für
Bücher er liest und was für Filme er schaut und sich nicht alles reinziehen
will, was geboten wird, wir finden das irgendwie falsch, irgendwie komisch.
Wir lassen die Jalousie unseres Geistes herunter und uns von grellbunter Massenunterhaltung bescheinen. Wir kneifen die Augen vor dem hellen Sonnenlicht zu und starren minutenlang ohne zu blinzeln auf die Mattscheibe. Wie wäre es denn, wenn wir unsere geistigen Rollläden mal hochziehen würden und uns vom Abendsonnenschein beglänzen ließen?
Wenn wir erkennen würden, dass Gottes Licht, das natürliche Licht, das, was er für uns erfunden und gebaut hat, seine Ideen und Anleitungen für unsere Planung, einfach das Schönste und Allerbeste sind, was man sich wünschen kann…dann könnten wir vielleicht mal die knallbunte, schreiende Lebensart, die die Seele aufkratzt und den Verstand benebelt ausschalten und uns ganz in das himmlische Gold des göttlichen Willens tauchen.
Wir lassen die Jalousie unseres Geistes herunter und uns von grellbunter Massenunterhaltung bescheinen. Wir kneifen die Augen vor dem hellen Sonnenlicht zu und starren minutenlang ohne zu blinzeln auf die Mattscheibe. Wie wäre es denn, wenn wir unsere geistigen Rollläden mal hochziehen würden und uns vom Abendsonnenschein beglänzen ließen?
Wenn wir erkennen würden, dass Gottes Licht, das natürliche Licht, das, was er für uns erfunden und gebaut hat, seine Ideen und Anleitungen für unsere Planung, einfach das Schönste und Allerbeste sind, was man sich wünschen kann…dann könnten wir vielleicht mal die knallbunte, schreiende Lebensart, die die Seele aufkratzt und den Verstand benebelt ausschalten und uns ganz in das himmlische Gold des göttlichen Willens tauchen.
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